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Dissertationsprojekt von Katharina Müller

Die Presseausstellung ‚PRESSA‘ 1928 in der Messe Köln und ihre wirtschaftlichen Repräsentationsstrategien. Eine Analyse von Historie, Architektur und stadtplanerischer Inszenierung (Arbeitstitel)

In der Dissertation sollen die Gründungsjahre der Messe Köln mit einem Fokus auf die Umbauten der Messegebäude von Adolf Abel für die Internationale Presseausstellung ‚PRESSA‘, die „Weltschau am Rhein“, 1928 untersucht werden. Dazu sollen eine architekturwissenschaftliche Analyse sowie eine wirtschaftshistorische und stadtplanerische Betrachtung der Messe Köln durchgeführt werden. Die Teilanalysen zielen darauf hin, sich einer Fragestellung zu widmen, welche in der Forschung noch ungeachtet geblieben ist: Wie gelingt es der Architektur und Geländegestaltung der PRESSA die wirtschaftliche Institution Messe zu repräsentieren, um somit gleichsam die Stadt Köln als wichtigen, modernen Handels- und Medienplatz der 1920er Jahre in der Rhein-Ruhr-Region zu definieren und inszenieren?

Die Präsentation der Institution Messe diente dabei dem Zweck während Deutschlands Nachkriegsisolation durch das propagandafähige Präsentationsmedium Ausstellung maßgeblich zu einer „Friedensmission“, Kommunikation und Internationalisierung beizutragen. Die Ausstellungsarchitektur trägt dafür jene Ziele der PRESSA und die Bedingungen, welche an die Ziele gebunden sind, nach außen.

Die Architektursprache der PRESSA wurde daher Mitte der 1920er Jahre angepasst, denn auch der Einzug von typischen Charakteristika einer Ausstellung ließen neue Ansprüche an das Gelände und die Gebäude erwachsen. Durch die neue Zielgruppe, die Privatpersonen, erweiterte sich das ‚Serviceangebot‘ der Veranstaltung: Freizeitvergnügen steht nun im Vordergrund. So gehören ein Vergnügungspark oder Restaurants sowie eine ansprechende Außenanlage zu den Standards der modernen Messe- wie Ausstellungsanlagen in der Nachkriegszeit. Zur architektonischen Inszenierung der Kölner Messe wurden des Weiteren typologische Muster von Repräsentationstraditionen älterer Architekturen genutzt. So wird beispielsweise auf den barocken Ehrenhof als Machtzentrum referiert, doch auch moderne Bauformen wie beispielsweise das Warenhaus werden aufgegriffen.

Die Abelschen Umbauten, die Geländegestaltung, das Marketing und das Selbstverständnis der PRESSA prägten ihren Repräsentations- und Sendungsauftrag und demnach verfügte diese „Weltschau am Rhein“ über ein komplexes System an Repräsentationsstrategien, das es herauszuarbeiten gilt.

 

Kurzbiografie

Katharina Müller studierte Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität zu Köln, der Università di Bologna und der Universität Basel. Darüber hinaus nahm sie am Research Master-Programm von a.r.t.e.s. teil und war Sprecherin für den Jahrgang 2016. Als studentische und später wissenschaftliche Hilfskraft war sie als Tutorin am Kunsthistorischen Institut sowie im Albertus Magnus Graduate Center (heute Albertus Magnus Center) der UzK tätig.

Katharinas Abschlussarbeiten über historistische Sakralarchitektur der Kölner Neustadt und zeitgenössische Funktionsbauten in der Schweiz sowie die Dissertation verbindet ein Forschungsinteresse für Inszenierungs- und Repräsentationsmechanismen von Gebäuden und deren Verbindung in die jeweiligen Umgebungen. Und so promoviert Katharina seit April 2019 als Kollegiatin im a.r.t.e.s. Integrated Track im Bereich Architekturgeschichte bei Professor Udo Mainzer. In Teilzeit arbeitet sie zudem seit Januar 2019 beim Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen in der Museumspädagogik und Kunstvermittlung.

Kontakt: katharina12(at)gmx.de

 

Publikationen

HerausgeberInnenschrift des Tagungsbands „Das Hässliche in der Kunst“ anlässlich 96. Kunsthistorischer Studierendenkongress „Hässlich“ [in Vorbereitung, Ende 2019].

„Eine unbeschwerte Kindheit? Kinderarbeit, Notspielzeug und Matrosenanzug“, in: Oberschlesisches Landesmuseum (Hg.): Schaukelpferd und Zinnsoldaten. Kindheit und Jugend in Schlesien (= Schriften der Stiftung Haus Oberschlesien, Band 7). Ratingen 2019, S. 41–49.

„Schicht um Schicht. Die Konstruktion des Kölner Bayenturms und seiner Umgebung als Erinnerungsort.“, in: Kunsthistorisches Institut Köln (Hg.): ZEIT|KONSTRUKTE. Modellierungen des Vergangenen, Gegenwärtigen und Künftigen in der Kunstgeschichte. Köln 2017, S. 25–33.

 

Vorträge

„Die Presseausstellung ‚PRESSA‘ 1928 in der Messe Köln und ihre wirtschaftlichen Repräsentationsstrategien. Eine Analyse von Historie, Architektur und stadtplanerischer Inszenierung“, 19. Juni 2019, a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, Universität zu Köln.

„Gegen Objektivierung: Hannah Wilkes kranker Körper in der Intra-Venus Series.“, 2.–5. November 2017, 93. Kunsthistorischer Studierendenkongress „Frouäsach“, Universität Bern.

„Schicht um Schicht. Die Konstruktion des Kölner Bayenturms und seiner Umgebung als Erinnerungsort.“, 27.–28. Juli 2017, Masterworkshop des Kunsthistorischen Institutes der Universität zu Köln, „ZEIT|KONSTRUKTE. Modellierungen des Vergangenen, Gegenwärtigen und Künftigen in der Kunstgeschichte“, Universität zu Köln.

 

Tagungsorganisation

96. Kunsthistorischer Studierendenkongress „Hässlich“, 15.–18. November 2018, Universität zu Köln.

 

Titelbild: Offizielle Postkarte der PRESSA mit Blick auf den Messehof, Verlag Rudolf Schick Köln&Leipzig 1928.