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Dissertationsprojekt von Manon Diederich

Longing to Become – On Gendered Identities and Mobilities Between Senegal and China (Arbeitstitel)

Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sich die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen China und verschiedenen Staaten Afrikas zusehends intensiviert. Neben staatlich und privat initiierten Großprojekten und -investitionen auf beiden Seiten, spielen die Aktivitäten individueller Akteure auf lokaler Ebene eine immer größere Rolle. So sind es in Zwischenzeit nicht nur chinesische MigrantInnen, die das Alltagsbild afrikanischer Städte prägen, sondern zieht es umgekehrt auch immer mehr AfrikanerInnen, meist in Form von StudentInnen und Geschäftsleuten in chinesische Städte. Durch den rasanten wirtschaftlichen Aufschwung Chinas, der unter anderem auf die Entwicklung des Perflussdeltas zur sog. „Fabrik der Welt“ zurückzuführen ist, hat sich vor allem die Stadt Guangzhou im Süden des Landes zu einem attraktiven Zielort für afrikanische Geschäftsleute herausgebildet. Das Dissertationsprojekt setzt sich mit den translokalen Aktivitäten, Erfahrungen und Verortungsprozessen vor allem senegalesischer Geschäftsleute in Guangzhou auseinander. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf der Aushandlung von Geschlechter- und Generationsverhältnissen in diesem multilokalen Kontext liegen, wobei Frauen und ihre spezifischen Erfahrungen als Ausgangspunkt der Untersuchungen dienen.

 

Kurzbiographie

Manon Diederich, geboren 1987, studierte Geographie, Ethnologie und Afrikanistik an der Universität zu Köln und absolvierte währenddessen als DAAD-Stipendiatin einen Auslandsaufenthalt an der Sun Yat-Sen Universität in Guangzhou. Ihr Interesse gilt vor allem Phänomenen und Prozessen räumlicher und sozialer Verortung im Rahmen translokaler Mobilität, mit besonderem Schwerpunkt auf der Aushandlung von Geschlechterverhältnissen. Dem Thema ihrer Magisterarbeit „Manoeuvring Through the Spaces of Everyday Life. Transnational Experiences of African Women in Guangzhou, China“ entstammt ein Vortrag im Rahmen der REAF-Konferenz 2014 in Bordeaux. Seit April 2014 ist Manon Diederich Stipendiatin der a.r.t.e.s. Graduate School (Klasse 4) und promoviert unter der Betreuung von Frau Prof. Dorothea Schulz, PhD.

Kontakt: manon.diederich(at)gmail.com

 

Lehrveranstaltungen

SoSe 2014: Seminar „Transnationale Migrationsforschung: Sino-afrikanische Migrationsbewegungen“, Institut für Ethnologie, Universität zu Köln

 

Titelbild: Restaurant in Xiaobei, Guangzhou (Foto: Manon Diederich) // Portraitfoto: Patric Fouad