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Bewerbung um ein Mercator-Stipendium

Einmal jährlich schreibt die a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne bis zu 6 Promotionsstipendien im Rahmen des von der Stiftung Mercator geförderten praxis- und berufsfeldbezogenen Promotionsprogramms aus aus.

Das Qualifikationsmodell begreift die außerwissenschaftliche berufliche Praxis und die dem jeweiligen Arbeitsfeld zugrundeliegenden gesellschaftlichen Sachprobleme als eigenes Bezugsfeld der Promotion. Durch die Integration von Praxisphasen in außerwissenschaftlichen Institutionen – zum Zweck der Praxisfeldforschung und zum Erwerb von Berufserfahrung in dem jeweiligen Arbeitsfeld – verlängert sich die Promotionszeit von bisher drei Jahren auf vier Jahre. Das vierte Förderjahr wird von der Stiftung Mercator gefördert.

Die Geförderten sind an der Universität zu Köln als Promovierende eingeschrieben und durchlaufen das strukturierte Promotionsmodell „Integrated Track“ der a.r.t.e.s. Graduate School. Für die Teilnahme am Mercator-Stipendium kann zwischen zwei Förderlinien gewählt werden:

  • Bewerbung um ein 4-jähriges Stipendium
  • Bewerbung um das vierte Förderjahr bei Vorliegen einer dreijährigen Promotionsförderung (Bitte beachten: Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Option ist, dass sich die Bewerber/inn/en maximal im zweiten Semester ihrer Promotionsförderung befinden. Beachten Sie hierzu auch unsere entsprechenden FAQ.)

Entsprechend der bottom-up Struktur der a.r.t.e.s. Graduate School können die Bewerberinnen und Bewerbern eigene Promotionsprojekte mit einem entsprechenden Berufsfeldbezug einreichen. Die eingereichten Projekte müssen dabei die folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Das Projekt muss einen Bezug zum Fächerspektrum der Philosophischen Fakultät aufweisen. Der Bewerberin/der Bewerber muss die Zulassungsvoraussetzungen für eine Promotion in dem gewählten Promotionsfach erfüllen.
  • Das Projekt muss ein gesellschaftlich relevantes Sachproblem mit einem Praxis- bzw. Berufsfeldbezug adressieren.
  • Die Bewerberin/der Bewerber muss eine einschlägige außerwissenschaftliche Institution vorschlagen, auf deren Arbeitsfeld das Promotionsprojekt thematisch zugeschnitten ist und an welcher die Praxisphase verbracht werden kann. Eine entsprechende Bestätigung ist der Bewerbung beizulegen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich für ein Promotionsprojekt in bereits bestehender Kooperation mit DOMiD (Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V) zu bewerben. Weitere Informationen zu dieser exemplarischen Praxispartnerschaft und einem potentiellen Promotionsthema in Kooperation mit DOMiD finden Sie hier.

Die durch das Mercator-Stipendium Geförderten nehmen am strukturierten Promotionsmodell „Integrated Track“ der a.r.t.e.s. Graduate School teil, das durch eine interdisziplinäre Ausrichtung den Dialog von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über die eigenen Fächergrenzen hinaus ins Zentrum stellt und so zum Verständnis von Wissensprozessen in ihrem ganzen Umfang beiträgt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des strukturierten Promotionsmodells „Integrated Track“ werden von einem Team von drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern betreut und durchlaufen ein Curriculum, das unter anderem den Besuch der regelmäßigen Sitzungen von einer der interdisziplinären Graduiertenklassen vorsieht. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Mercator-Stipendium erfolgt im Rahmen eigener Veranstaltungen und Angebote darüber hinaus eine zusätzliche Betreuung mit Blick auf den außerwissenschaftlichen Praxisbezug, die erfolgreiche Umsetzung der Praxisphasen und deren adäquate wissenschaftliche Reflexion im Rahmen der Dissertationsprojekte.

 

Verfahren

Die a.r.t.e.s. Graduate School vergibt jährlich Stipendien, wobei der Anteil der Stipendiatinnen und Stipendiaten, die ihren Abschluss an der Universität zu Köln erworben haben, nicht 50% überschreiten soll. Im Auswahlverfahren werden die Bewerberinnen und Bewerber, die die Stipendienvoraussetzungen erfüllen, von unabhängigen Gutachterinnen und Gutachtern begutachtet. In einer Kommissionssitzung, die sich aus den Mentorinnen und Mentoren der a.r.t.e.s.-Graduiertenklassen sowie dem Koordinator der a.r.t.e.s. Graduate School zusammensetzt, wird neben der Gutachternote auch eine Kommissionsnote ermittelt. Beide Noten werden jeweils zu 50% gewertet. Die Einladung zum Auswahlgespräch erfolgt aufgrund der Gesamtbewertung. Die Kommission des Auswahlgesprächs setzt sich aus den Mentorinnen und Mentoren der Graduiertenklassen, dem Koordinator der Graduiertenschule sowie bei auswärtigen Bewerberinnen und Bewerbern der/m möglichen Kölner Betreuerin oder Betreuer zusammen. In dem Auswahlgespräch ist die Verortung der Bewerberinnen und Bewerber innerhalb der a.r.t.e.s. Graduate School ein wichtiges Kriterium.

 

Ausschreibung

Die a.r.t.e.s. Graduate School wendet sich an Absolventinnen und Absolventen, die ihr Studium in den Humanities mit herausragenden Leistungen abgeschlossen haben. So sollen besonders Absolventinnen und Absolventen angesprochen werden, die sich noch in der Orientierungsphase ihres Promotionsvorhabens befinden. Die Promotionsvorhaben der a.r.t.e.s.-Stipendiatinnen und -Stipendiaten werden von Kölner Lehrstuhlinhaberinnen und -inhabern betreut. Bewerberinnen und Bewerbern wird dringend geraten, sich schon im Rahmen ihrer Bewerbung mit potentiellen Betreuerinnen und Betreuern in Verbindung setzen.

Die Promotionsstipendien sind Vollstipendien, die in einer monatlichen Höhe von 1.400 EUR (je nach gewählter Förderlinie) für vier Jahre bzw. für ein zusätzliches viertes Förderjahr vergeben werden.

 

Bewerbungsvoraussetzungen

Neben einem herausragenden Studienabschluss liegt das Augenmerk der a.r.t.e.s. Graduate School auf Absolventinnen und Absolventen, die das Studium zügig abgeschlossen haben und nach dem Examen eine zeitnahe Förderung des Promotionsprojektes suchen. Im Rahmen dessen möchte a.r.t.e.s. besonders auch Absolventinnen und Absolventen aus nicht-akademischen Familien fördern.

Bitte beachten Sie, dass Elternzeiten, Pflege- und Krankheitszeiten, Wehr-/Zivildienst sowie Freiwilligendienste im Rahmen des Bewerbungsverfahrens nur anerkannt werden können, sofern entsprechende Nachweise mit den übrigen Bewerbungsunterlagen eingereicht werden.

 

Hinweise zu Doppel-/Mehrfachbewerbungen

Bitte beachten Sie: Eine gleichzeitige Bewerbung um das Mercator-Stipendium und ein a.r.t.e.s.-Promotionsstipendium ist nicht möglich. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu Doppel- und Mehrfachbewerbungen in unseren FAQ.

 

Bewerbung über a.r.t.e.s. access

Die Bewerbung um das Mercator-Stipendium erfolgt online über das Webportal a.r.t.e.s. access. Falls Sie dort noch keinen Account angelegt haben, registrieren Sie sich bitte erstmalig. Bitte wählen Sie nach dem Login das Bewerbungsverfahren „Mercator-Promotionsstipendien (ab April 2020)“ aus und folgen Sie den weiteren Anweisungen.

Neben allgemeinen Angaben zu Ihrer Person und zu Ihrem Forschungsprojekt müssen folgende Unterlagen über das Portal hochgeladen werden:

  • Anschreiben mit Darlegung Ihrer Motivation für die Bewerbung für ein berufsfeldbezogenes Promotionsprogramm.
  • Lebenslauf
  • Scans der Hochschulzeugnisse und Transcripts of Records
    Bitte beachten:

    • Im Falle eines Masters bitten wir Sie, das vorhergehende Bachelorzeugnis ebenfalls hochzuladen.
    • Bitte legen Sie, falls notwendig, einen Scan einer offiziellen Übersetzung der Unterlagen in die deutsche, englische oder französische Sprache bei.
    • Bitte beachten Sie, dass wir, neben dem Abschlusszeugnis, auch das Transcript of Records benötigen. Bitte achten Sie darauf, Ihr Transcript of Records vollständig einzureichen. Bei Transcript of Records von ausländischen Hochschulen legen Sie für die Umrechnung in das deutsche Notensystem bitte die offizielle Handreichung zum Notensystem der Hochschule bei.
    • Sollte das Abschlusszeugnis noch nicht vorliegen, auch wenn schon alle erforderlichen Prüfungen abgelegt wurden, können Sie eine Übersicht der Prüfungsleistungen einreichen [Transcript of Records + ggf. Bescheinigung Ihres Prüfungsamtes und/oder ihrer Betreuerin/ihres Betreuers]. In jedem Fall müssen alle endnotenrelevanten Prüfungsleistungen vorliegen. 
       

  • Gutachten zur Abschlussarbeit
    (Das Gutachten zur Abschlussarbeit kann nachgereicht werden.)
  • Exposé zum Promotionsprojekt (Umfang: 8.000–13.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) zzgl. Fußnoten, Anhang, Literaturverzeichnis, Zeit- und Arbeitsplan)
    Das Exposé sollte zusätzlich zur Darlegung von Forschungsfrage, These, Methodik und wissenschaftlicher Relevanz folgende Angaben enthalten:

    • Eine Erläuterung des Praxisbezugs des Projekts (Gesellschaftliche Relevanz und Berufsfeldbezug mit Begründung der Wahl der jeweiligen außerwissenschaftlichen Institution)
    • Zeit- und Arbeitsplan für die vierjährige Förderung (mit Hervorhebung der geplanten Praxisanteile in der außerwissenschaftlichen Institution)
       

  • Gutachten zum Promotionsprojekt
    (Bitte beachten Sie: Das Gutachten kann auch separat eingereicht werden an mercator-stipendium(at)uni-koeln.de.)
  • Stellungnahme der gewünschten außerwissenschaftlichen Institution
    In der Stellungnahme sollte die gewünschte Institution die grundsätzliche Möglichkeit der institutionellen Anbindung des Promotionsprojekts und dessen Durchführbarkeit bestätigen. Bitte verwenden Sie die Vorlage.
    (Die Stellungnahme kann nachgereicht werden.)
  • (Falls nur das vierte Förderjahr beantragt wird) Nachweis über das Vorliegen einer dreijährigen Promotionsförderung, d.h. Scan des entsprechenden Förderbescheids (Stipendium, Anstellung etc.) mit Angabe des Zeitpunkts des Beginns der Förderung.

Für alle Fragen zum Mercator-Stipendium beachten Sie bitte unsere FAQ. Für weitere Fragen wenden Sie sich an mercator-stipendium(at)uni-koeln.de. Für allgemeine Fragen zu einer Promotion an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln besuchen Sie bitte die FAQ des Promotionsbüros.