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Dissertationsprojekt von Marta Kondracka

Funktionale Analyse der multimodalen Ressourcen in mündlichen Erzählungen
(Arbeitstitel)

In meiner Arbeit beantworte ich die Frage, wie ausgewählte Ausdruckressourcen der Sprache (Verbales, Prosodie, Gesten sowie Armbewegungen) hinsichtlich ihrer pragmatischen Funktionen der Diskursstrukturierung und –Evaluation in einer Nacherzählung, in einer konversationell eingebetteten sowie in einer monologisch realisierten Erlebniserzählung eingesetzt werden. Ich untersuche, inwieweit narrative Techniken der Diskursstrukturierung (z.B. Linearität, Eröffnen, Abschließen der narrativen Aktivität, Herstellung der zeitlichen Ordnung) sowie Evaluation (wie Erzeugung von Spannung, Überraschung, Involvierung, Distanzierung) multimodal realisiert und vom Kontext geprägt werden. Der von mir gesammelte Korpus umfasst Video-Aufnahmen mit einer Gesamtlänge von fünfzehn Stunden, die ich mithilfe einer homogenen, aus deutschen Muttersprachlern bestehenden Sprechergruppe, erstellt habe. Den theoretischen Rahmen der Arbeit bilden u.a. die Kontextualisierungstheorie von Gumperz, erzählanalytische Arbeiten von Labov sowie Ansätze innerhalb der Gestikforschung und multimodaler Kommunikation.

 

Portraitfoto: Roman Oranski