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Ge- und Misslingen zwischen Theorie und Praxis: Herausforderungen und Chancen des ‚Scheiterns‘ in der geisteswissenschaftlichen Laufbahn

Der Workshop hat das Ziel, endlich nicht nur den Erfolg, sondern auch das selbst mit diesem verbundene Problem des ‚Scheiterns‘ in der geisteswissenschaftlichen Laufbahn explizit zu diskutieren. Aus dieser Diskussion wollen wir gemeinsam Strategien entwickeln, mit dieser Potentialität (besser) leben und arbeiten zu lernen. Ausgangspunkt ist dabei die Beobachtung, dass während und nach der geisteswissenschaftlichen Promotionsphase zahlreiche nur scheinbar ‘rein persönliche/psychische, selbstdisziplinarische‘ Probleme den Weg hin zu einem erfolgreichen Abschluss bzw. einer karrierefördernden Stelle verlangsamen oder verstellen können. Der Workshop bietet einen Raum, diese Probleme mit Peers und unter Anleitung anhand von ausgesuchter Forschungsliteratur sowohl zu einem Objekt wissenschaftlicher Reflexion zu machen und somit ein Stück weit aus der individuellen Emotionalität herauszuheben, als auch Antworten auf individuelle Probleme mit dem Vorankommen zu entwickeln, die sich tabubelasteten Zonen der Probleme akademischen Arbeitens widmen. Während einerseits, im ‘klassischen‘ Seminarstil, die Erarbeitung von Texten zu diesem Thema eine klare gemeinsame begriffliche und substanzielle Grundlage bietet, so soll andererseits auch die Möglichkeit gegeben werden, die eigenen ‘schlechten‘ Erfahrungen in der Diskussion zu erörtern. Vom Misslingen auf unterschiedlichen Ebenen wissenschaftlicher Arbeit(s)realität aus, soll das Gelingen theoretisch neu reflektiert werden und zugleich an Ideen für eine dementsprechend verbesserte Praxis gearbeitet werden.

Kursleitung: Dr. David Sittler

David Sittler hat Mittlere und Neure Geschichte, Kunstgeschichte, Osteuropäische Geschichte Amerikanische Literatur (3 Semester, dann zu Kunstgeschichte gewechselt) an den Universitäten Bonn und Göttingen studiert und mit einer Magisterarbeit zum Thema „St. Petersburg als Bühne der Russischen Revolution 1917“ abgeschlossen. Anschließend wurde er nach drei Jahren Doktorandenstipendium im Graduiertenkolleg „Mediale Historiographien“ (Unis Erfurt/Jena/Weimar), über einem Jahr Arbeitslosigkeit, dann einem Halbtags-Job in einer Wäscherei, einer Vertretungsstelle als Post-Doc am Graduiertenkolleg „Locating Media“ (Uni Siegen), einem Werkvertrag für die Erstellung eines Index und Lektorats für den Band „Transmediums and New Media“ Fordham Univ. Press New York, einer Wissenschaftlichen Hilfskraftstelle bei Prof. Erhard Schüttpelz (Uni Siegen) im Rahmen der Beantragung des DFG-Sonderforschungsbereichs 1187 „Medien der Kooperation“ einer Vertretungs-Wiss-Mitarbeiterstelle bei Jun.-Prof. Martin Zillinger im Research Lab 2015 an der Universität Erfurt promoviert. Als Post-Doc war er ein Jahr Wiss. Mitarbeiter im Teilprojekt „A01 - Geschichte digital-vernetzter Medien zwischen Spezialisierung und Universalisierung“ im SFB 1187 Uni Siegen bevor er seine derzeitige Stelle als Wiss. Koordinator des Research Labs antrat.