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„Die Zusammenarbeit war von Anfang an sehr eng“

Dietrich Boschung über die Kooperation zwischen dem Internationalen Kolleg Morphomata und der a.r.t.e.s. Graduate School

von Prof. Dr. Dietrich Boschung

Diskutieren und Nachdenken mit Thomas Macho und Mieke Bal bei Morphomata (Credit: Internationales Kolleg Morphomata)

Das Internationale Kolleg Morphomata, eines von insgesamt zehn „Käte Hamburger-Kollegs“, wird seit 2009 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Freiraum für die Geisteswissenschaften“ finanziert. Dieses Programm fördert die Internationalisierung der Wissenschaften und intensiviert die Zusammenarbeit sowie den Austausch zwischen den einzelnen Disziplinen der Geisteswissenschaften unter besonderer Berücksichtigung der sogenannten Kleinen Fächer. Zentraler Bestandteil ist ein Fellowprogramm, das renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt nach Köln bringt, um hier für ein Semester oder ein Jahr zu forschen. Bisher konnten 110 Fellows aus 26 Ländern und aus allen Bereichen des Geisteswissenschaften für einen Aufenthalt in Köln gewonnen werden, um hier über Genese, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen zu forschen. Dazu kommt jedes Semester eine Professorin oder ein Professor aus der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln.

Die Zusammenarbeit zwischen Morphomata und der a.r.t.e.s. Graduate School war von Anfang an sehr eng und ist seit 2013 durch eine Kooperationsvereinbarung auch formal bestätigt. Während a.r.t.e.s. eine interdisziplinäre und international ausgerichtete Promotionsförderung für alle Bereiche der Geisteswissenschaften betreibt, führt Morphomata exzellente Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler aus allen Bereichen und aus vielen Ländern zu einer Lerngemeinschaft zusammen. Die Möglichkeiten, die sich aus dieser Konstellation ergeben, werden seit 2009 intensiv genutzt.

Bisher haben folgende wissenschaftliche Veranstaltungen stattgefunden, die von a.r.t.e.s.-Doktorandinnen bzw. Doktoranden und Morphomata gemeinsam konzipiert und durchgeführt worden sind und von von denen einige in der Reihe Morphomata veröffentlicht worden sind:

1. Juli 2011: Workshop „Formen der Artikulation“, in Zusammenarbeit mit Stefan Niklas
Publikation: Stefan Niklas / Martin Roussel (Hrsg.): Formen der Artikulation. Philosophische Beiträge zu einem kulturwissenschaftlichen Grundbegriff. Morphomata 11, München 2011

7.–9. November 2012: Tagung „Politische Fragmentierung und kulturelle Kohärenz in der Spätantike“
Publikation: Dietrich Boschung / Marcel Danner / Christine Radtki (Hrsg.): Politische Fragmentierung und kulturelle Kohärenz in der Spätantike. Morphomata 26, Paderborn 2015

29. Januar 2013: Filmvorführung „A Long History of Madness“ (R: Mieke Bal) und Podiumsdiskussion im Filmforum NRW

19.–20. Februar 2015: Workshop „Herrschaft durch Esoterik in der intellektuellen Kultur der Weimarer Republik“, in Zusammenarbeit mit Emanuele Caminada, Sidonie Kellerer und Stefan Niklas

23.–24. Juni 2016: Tagung „Obsoleszenz: Kulturelle Figurationen des (Nicht-mehr-)Besonderen“, in Zusammenarbeit mit Stefan Udelhofen und Timo Kaerlein
Publikation in Vorbereitung

 

Neben den gemeinsam konzipierten wissenschaftlichen Veranstaltungen gab es zahlreiche weitere Formen der Zusammenarbeit. So wurden Morphomata-Fellows zu Vorträgen und Diskussionen in die a.r.t.e.s.-Graduiertenklassen eingeladen. Dr. Asuman Lätzer-Lasar, a.r.t.e.s.-Alumna und Mitarbeiterin von Morphomata, beteiligte sich 2014 bis 2016 an der Organisation und Durchführung der a.r.t.e.s.-Summerschool „Die Phänomenalität der materiellen Dinge: Praxis, Genese, Kognition“.