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Dissertationsprojekt von Lena Straßburger

Auf Leben und Tod - Inkongruenz in Humor und Horror (Arbeitstitel)

Humor und Horror lösen Gefühle aus, die an ihrer sichtbaren Oberfläche nicht gegensätzlicher sein könnten. Dabei stehen sich Freude und Angst gegenüber. Dennoch können die zugrundeliegenden, sprachlichen Strukturen und ihre kognitive Verarbeitung sehr ähnlich sein, indem sowohl im Humor als auch im Horror inkongruente Sachverhalte durch die gleichen Mechanismen zueinander gebracht werden. Diese Hypothese dient als Grundlage der Zusammenführung der beiden Forschungsrichtungen, sodass linguistische Theorien und Erkenntnisse aus der interdisziplinär ausgerichteten Humorforschung für die systematische Horrorerforschung fruchtbar gemacht werden. Dieses Dissertationsprojekt möchte den sprachlichen Unterschieden zwischen Humor und Horror und ihrer kognitiven Verarbeitung auf den Grund gehen. Es soll zudem aus einer sprachwissenschaftlichen Perspektive untersucht werden, inwiefern ein Rezipient Hinweise zur Unterscheidung von Humor und Horror nutzen kann und welche Erkenntnisse für die Verarbeitung von Inkongruenz geschlussfolgert werden können.

 

Kurzbiographie

Lena Straßburger absolvierte 2015/16 das Erste Staatsexamen in den Fächern Französisch, Deutsch und Geographie an der Universität zu Köln. Ihre Abschlussarbeit mit dem Titel „Inkongruenz in Humor und Horror am Beispiel der US-Serie DEXTER“ wurde für den Fakultätspreis vorgeschlagen. Seit April 2017 promoviert sie als Stipendiatin der a.r.t.e.s. Graduate School unter der Betreuung von Prof. Schumacher, für die sie zudem seit April 2016 als Wissenschaftliche Hilfskraft tätig ist. Lenas Forschungsinteresse gilt der Schnittstelle von Humor und Horror, die sich in den Disziplinen der Psycho- und Neurolinguistik, Literaturwissenschaft und Psychologie bewegt. Lena engagierte sich für das a.r.t.e.s. forum.

Kontakt: l.strassburger(at)uni-koeln.de

 

Vorträge und Posterpräsentationen

„Incongruity - from humor to horror“ (Vortrag), 20. Juli 2017, 17th International Symposium on Humour and Laughter, West Lafayette, USA.

„Auf Leben und Tod - Zur Inkongruenz in Humor und Horror“ (Poster), 14. Oktober 2016, LingUnite, Aachen.

„Auf Leben und Tod - Zur Inkongruenz in Humor und Horror“ (Poster), 05.–08. Oktober 2016, Sprachwissenschaftliche Tagung für Promotionsstudierende (STaPs), Köln.

„Inkongruenz in Humor und Horror am Beispiel der US-Serie DEXTER“ (Vortrag), 14. Juni 2016, Empirische Linguistik von Prof. Petra Schumacher, Köln.

 

Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2016 bis Sommersemester 2017

Einführungsseminar: „Einführung in die Sprachwissenschaft des Deutschen“, Institut für Deutsche Sprache und Literatur I, Universität zu Köln

 

Titelbild: Wie nah Humor und Horror, Freude und Wahnsinn einander sind, verdeutlicht das Symbol des Clowns, das sowohl Lachen verbreitet als auch im Horrorgenre instrumentalisiert wird. (Foto: Ryan McGuire, Quelle: https://pixabay.com/de/clown-schauspieler-nase-zirkus-362155/) // Portraitfoto: Patric Fouad