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Die Herausforderung von Wandel und Komplexität

a.r.t.e.s. alumna Stephanie Bölts ist Koordinatorin im Zukunftskonzept der Universität zu Köln

von Alessa Hübner

Die Germanistin Dr. Stephanie Bölts, die 2014 ihre Promotion im a.r.t.e.s. Integrated Track erfolgreich abgeschlossen hat, hat seitdem ihre wissenschaftliche Karriere an der Universität zu Köln fortgesetzt und koordiniert nach einer Station im Rektorat nun das Zukunftskonzept der Universität. Bei dem Zukunftskonzept handelt es sich um die Gesamtstrategie zur langfristigen Ermöglichung von exzellenter Forschung und Lehre. Wir haben Stephanie getroffen, um mit ihr über das Zukunftskonzept und ihre Tätigkeit als Koordinatorin zu sprechen.

 

a.r.t.e.s. Graduate School: Liebe Stephanie, bitte berichte uns kurz über den Hintergrund des Zukunftskonzepts.

Stephanie Bölts: Das Zukunftskonzept der Uni Köln mit dem Titel „Die Herausforderung von Wandel und Komplexität“ wird in der aktuellen Exzellenzinitiative gefördert. Die Uni Köln ist damit eine von elf deutschen Universitäten, die sich Exzellenzuniversität nennen können. Neben dem Zukunftskonzept werden vier weitere Projekte der Uni Köln exzellenzgefördert: zwei Exzellenzcluster sowie zwei Graduiertenschulen, von denen eine bekanntlich a.r.t.e.s. ist. Das Zukunftskonzept baut auf dem Potential der Uni Köln auf, Profilbereiche mit kritischer Masse zu bilden, und fördert die integrative Entwicklung der gesamten Universität. Dafür sind im Zukunftskonzept thematisch fokussierte Kernprofilbereiche definiert. Zudem bietet das Zukunftskonzept mit dem Excellent Research Support Program ein System zur strategischen Forschungsförderung sowohl auf der Ebene von einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als auch Verbundprojekten. Dazu kommen Maßnahmen zur Universitätsentwicklung sowie Programme und Angebote für den wissenschaftlichen Nachwuchs, zur Internationalisierung und zur Gleichstellung.

 

Wie bist du Koordinatorin des Zukunftskonzepts geworden und was sind deine genauen Aufgaben?

Ich habe bereits während meiner Promotion als Wissenschaftliche Hilfskraft im Prorektorat für Internationales gearbeitet und damals die Antragstellung in der Exzellenzinitiative unterstützt. Im Anschluss daran wurde mir die Stelle als Referentin des Prorektors angeboten, bis ich vor 1,5 Jahren dann auf die der Koordinatorin des Zukunftskonzepts gewechselt bin.

Ich koordiniere die Implementierung und Umsetzung der einzelnen Maßnahmen und Aktivitäten des Zukunftskonzepts. Dazu gehört Projektplanung und -management und die Kommunikation und Abstimmung mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie den Maßnahmenverantwortlichen und zuständigen Verwaltungseinheiten. Aktuell ist zudem die Koordination der Antragstellung in der neuen Exzellenzinitiative – der Exzellenzstrategie – ein zentraler Bereich meiner Aufgaben.

 

Du hast im Fachbereich Deutsche Philologie promoviert. Inwiefern hilft dir deine wissenschaftliche Ausbildung bei deiner Arbeit? Und siehst du deine Zukunft auch weiterhin an der Universität?

Meine wissenschaftliche Ausbildung hilft auf unterschiedliche Weise, zum Beispiel beim Analysieren und Darstellen von komplexen Sachverhalten, beim Recherchieren und auch beim Antragschreiben. Zudem helfen die Erfahrungen aus der Promotionszeit beim selbstständigen Arbeiten und bei der Zeit- und Projektplanung. Außerdem ist es für den Bereich Wissenschaftsmanagement hilfreich, vorher selbst in der Wissenschaft gearbeitet zu haben, um die Abläufe und Arbeitsweisen in der Wissenschaft zu verstehen. Rein inhaltlich ist meine aktuelle Arbeit aber weit weg von meinem Fach, der Germanistik.

Meine berufliche Karriere möchte ich sehr gerne in diesem Bereich des Wissenschaftsmanagements fortsetzen, denn die Arbeit macht mir viel Spaß, insbesondere die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen. Auch ist es super, wenn man daran mitarbeiten kann, dass Strukturen entstehen, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern exzellente Forschung ermöglichen.

 

Welche Projekte verfolgt das Zukunftskonzept, die für Promovendinnen und Promovenden interessant sind, speziell auch an der Philosophischen Fakultät?

Das Zukunftskonzept sieht im Bereich Promotion insbesondere die Etablierung des universitätsweiten Graduiertenzentrums, dem Albertus Magnus Graduate Center, vor. Zudem wurden in drei weiteren Fakultäten Graduiertenschulen eingerichtet. Die Etablierung von fakultätsweiten Graduiertenschulen ist ein Ziel des Zukunftskonzepts – a.r.t.e.s. hat da eine Art Modell- oder Vorreiterrolle.

Im Rahmen des Excellent Research Support Programs wurde an der Philosophischen Fakultät unter anderem die Etablierung des Global South Studies Center (GSSC) gefördert, mit dem auch die a.r.t.e.s. Graduiertenklasse 7 „Dezentrierung Europas: komparative Perspektiven aus dem Global South“ in Verbindung steht. Des Weiteren gibt es die Emerging Group „Dynamic Structuring in Language and Communication“ im Bereich der Linguistik. Mit Emerging Groups werden Forschungsbereiche der Uni Köln mit hohem Zukunftspotential gefördert. Forschungsprojekte der Philosophischen Fakultät werden auch in der Förderlinie „Forum“ unterstützt, mit dem interdisziplinäre und innovative Projekte in der Uni ermöglicht werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Philosophischen Fakultät können außerdem von den verschiedenen Formaten der Einzelförderung wie Zukunftspreisen, Postdoc-Grants oder Mobility Grants profitieren. Hierbei stehen insbesondere auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Postdoc-Phase im Fokus.

 

Welche Erwartungen hast du an den weiteren Verlauf der Umsetzung des Zukunftskonzepts?

Das Zukunftskonzept ist im fünften Jahr seiner Umsetzung und damit etabliert. Anfang des Jahres sind wir von internationalen externen Gutachterinnen und Gutachtern evaluiert worden, die uns sehr positives Feedback zur Implementierung und zur Akzeptanz des Zukunftskonzepts gegeben haben. Im weiteren Verlauf geht es insbesondere darum, Maßnahmen des Zukunftskonzepts inhaltlich weiterzuentwickeln – auch in Hinblick auf die Antragstellung in der Exzellenzstrategie – und dauerhaft zu etablieren.

 

Wir danken Stephanie Bölts für das Gespräch!