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Startschuss zum neuen Mentoringangebot „EGP Mentoring+“ für Promovierende

a.r.t.e.s.-Alumna Ann-Kristin Kolwes ist Projektkoordinatorin am Albertus Magnus Graduate Center

von Lars Juschka

a.r.t.e.s.-Alumna Ann-Kristin Kolwes hat im März ihre neue Stelle als Projektkoordinatorin für das Programm „Erste Generation Promotion Mentoring+“ am Albertus Magnus Graduate Center (AMGC) der Universität zu Köln angetreten. Dabei handelt es sich um ein Mentoringangebot für Promovierende und fortgeschrittene promotionsinteressierte Masterstudierende mit einem nichtakademischen Bildungshintergrund. Die Universität zu Köln institutionalisiert damit ein Mentoringangebot, das ursprünglich vom Verein Erste Generation Promotion initiiert wurde. Der Verein, der von Stipendiatinnen der a.r.t.e.s. Graduate School gegründet wurde, engagiert sich bereits seit 2013 für Promovierende der ersten Generation und gewann für seine Arbeit im vergangenen Jahr die Hochschulperle divers des Stifterverbandes für den Monat Oktober. Mit der Verankerung des Mentoringprogramms im Angebot des AMGC verstetigt und erweitert die Universität zu Köln einen Baustein für mehr Bildungsgerechtigkeit an der Hochschule – ein Angebot, das bisher an deutschen Hochschulen einzigartig ist!

 

a.r.t.e.s. Graduate School: Liebe Ann-Kristin, zunächst einmal unsere herzlichen Glückwünsche zur neuen Stelle! Könntest du deine Aufgaben als Projektkoordinatorin von EGP Mentoring+ kurz beschreiben? Was sind deine ersten Eindrücke von der Tätigkeit beim AMGC?

Ann-Kristin Kolwes: Vielen Dank! Meine Aufgabe ist es, das Angebot EGP Mentoring+ an der gesamten Universität zu Köln zu implementieren und es ab Herbst dieses Jahres erfolgreich durchzuführen. Dafür muss ich neue Mentorinnen und Mentoren an allen Fakultäten der Uni gewinnen, Workshopangebote und Vernetzungstreffen müssen entwickelt und geplant und das Projekt in den unterschiedlichen Bereichen der Uni bekannt gemacht werden, damit sich bis zum 2. Juli auch genug Mentees bei uns bewerben. Es ist viel zu tun und ich bin sehr dankbar für all die Erfahrungen, die ich schon während meiner Vereinsarbeit in diesem Bereich sammeln konnte. Die Arbeit macht mir eine Menge Spaß und es ist so toll zu sehen, wie viele positive Rückmeldungen mich erreichen und wie viele Mentorinnen und Mentoren sich engagieren wollen.

 

Welche Angebote umfasst das neue Mentoringprogramm?

15 Teilnehmende werden ab diesem Herbst für ein Jahr am Programm teilnehmen können. Den Kern bildet dabei das One-to-One Mentoring. Den Mentees vermitteln wir eine Mentorin oder einen Mentor, die/der sie über ein Jahr begleitet und mit der/dem sie sich über spezifische Themen rund um die Promotion austauschen können. Es soll jemand sein, der eine gewisse fachliche Nähe zur eigenen Promotion hat, zu dem man jedoch in keinerlei Abhängigkeitsverhältnis steht. Das soll einen sicheren Raum schaffen, um zum Beispiel über Fremdheitserfahrungen im Fach oder gegenüber der Familie zu sprechen. Die Mentorinnen und Mentoren können etwa bei Fragen der Karriereplanung und bei Problemen mit der eigenen Betreuerin oder dem Betreuer helfen, oder der auch einfach nur mal einen guten Rat geben. Darüber hinaus wird es für die Mentees drei thematische Workshops und drei Vernetzungstreffen geben. Im Grunde bieten wir also eine Kombination aus persönlicher, individueller Begleitung und praktischen Input in Form von Trainings und Methoden.

 

Der familiäre Bildungshintergrund ist in der Wissenschaft ja häufig noch ein Tabuthema. Wie gehst du mit dieser Hürde im Arbeitsalltag um? Ist es schwierig, Personen für das Projekt zu finden – sowohl als Mentorinnen und Mentoren wie auch als Mentees?

Der eigene nichtakademische Bildungshintergrund ist definitiv immer noch ein großes Tabuthema an unseren Hochschulen, was sehr schade ist. Viele haben leider das Gefühl, dass für sie daraus ein Nachteil entstehen könnte, oder dass die Kolleginnen und Kollegen einen vielleicht doch anders wahrnehmen. Deshalb versuche ich, die Informationen über das Programm möglichst breit an allen Fakultäten zirkulieren zu lassen. Unsere Erfahrung bei der Vereinsarbeit hat gezeigt: Wer den eigenen nichtakademischen Bildungshintergrund für sich selbst als ein wichtiges Thema versteht, der meldet sich auch – egal ob als Mentorin oder Mentor, oder als Mentee.

 

Der Verein Erste Generation Promotion bleibt ja weiter bestehen, auch wenn das Angebot Mentoring+ nun am AMGC angesiedelt ist. Welche Aufgaben übernimmt der Verein in Zukunft und arbeitet ihr zusammen?

Ja, Erste Generation Promotion besteht als Verein weiter und konzentriert sich verstärkt auf die anderen Tätigkeitsbereiche. Es gibt weiterhin Stammtische zur Vernetzung, und wer Interesse an einer individuellen Beratung hat, kann sich jederzeit melden. Darüber hinaus versucht der Verein, sich weiter zu vernetzen und sich für mehr Bildungsgerechtigkeit an deutschen Hochschulen einzusetzen. Es sind jetzt also zwei Akteure: Ein Programm der Universität zu Köln und ein unabhängiger Verein, die sich für mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzen. Aus meiner Sicht ist das eine absolute Win-Win-Situation!

 

Wie können sich Interessierte beim Programm Erste Generation Promotion Mentoring+ engagieren bzw. noch mehr über das Programm erfahren?

Ich bin immer auf der Suche nach neuen Mentorinnen und Mentoren, die Lust haben, sich im Programm zu engagieren. Die einzigen Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Promotion und der nichtakademische Bildungshintergrund. Als Mentees können sich alle Promovierenden der Universität zu Köln bewerben, ebenso fortgeschrittene Masterstudierende, die das Ziel haben, hier zu promovieren. Die Bewerbungsphase endet am 2. Juli. Weitere Informationen sind auf unserer Website zu finden und natürlich gibt es auch immer die Möglichkeit, mich zu kontaktieren.

 

Wir danken Ann-Kristin Kolwes für das Gespräch!