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“Practice, Effervescence and Rhythm: Technologies of Categorization and the Legacy of the Durkheim School”

Das a.r.t.e.s. Research Lab veranstaltet eine internationale Konferenz über die Durkheim-Schule und ihr Kategorienprojekt

von Alessa Hübner

Vom 11. bis 13. Mai 2017 veranstaltet das a.r.t.e.s. Research Lab die internationale, von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte Konferenz “Practice, Effervescence and Rhythm: Technologies of Categorization and the Legacy of the Durkheim School“. Zu der dreitägigen Konferenz haben die Organisatoren Dr. Johannes Schick, Dr. Mario Schmidt und Jun.-Prof. Dr. Martin Zillinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, den USA, Großbritannien und der Schweiz eingeladen, um über das Kategorienprojekt der Durkheim-Schule zu sprechen.

 

Die Durkheim-Schule und ihr Kategorienprojekt

Émile Durkheim und sein Neffe Marcel Mauss versammelten um die Wende zum 20. Jahrhundert eine Gruppe Wissenschaftler um sich, die sich anschickte, eine Wissenschaft des Sozialen zu begründen. Anders als nachfolgende Generationen sahen sie es als notwendig an, dabei kulturvergleichend vorzugehen und arbeiteten bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts mit ihren Weggefährten und Schülern daran, das europäische Denken für Denk- und Praxisformen anderer Kulturen zu öffnen. Im Zentrum dieser Arbeiten stand ein Projekt, das wie kaum ein zweites in der Geistesgeschichte zugleich wirkmächtig und marginalisiert geblieben ist: die kulturvergleichende Erforschung von Kategorien. Ausgehend von den aristotelischen Kategorien des Denkens - u.a. die Substanz (Was ist etwas?), die Quantität (Wie viel ist etwas?), die Qualität (Wie beschaffen ist etwas?), der Ort (Wo ist etwas?) und die Zeit (Wann ist etwas?) – spürte diese Gruppe den unterschiedlichen Mitteln und (Sozial-)Techniken des Denkens nach, um den “größtmöglichen Katalog von Kategorien” des Denkens anzulegen.

 

Die Konferenz im Mai 2017

Eine der zentralen Fragen, die sich durch das Kategorienprojekt zieht, betrifft die soziale Hervorbringung von Denkkategorien: Inwiefern stellen unsere westlichen Kategorien des Denkens einen angemessenen Ausgangspunkt dar, um fremde Kategorien zu verstehen? Da das Kategorienprojekt der Durkheim-Schule bisher noch nicht als philosophisches Gemeinschaftsprojekt verstanden worden ist, das die Philosophie durch eine empirisch gesättigte und vergleichende Anthropologie ersetzen sollte, möchte die Tagung die Mauss- und Durkheim-Forscher für eine Re-Lektüre dieser Debatten zusammenbringen und ihre Auswirkungen in Ethnologie, Archäologie, Soziologie und Philosophie aufbereiten.Die Ergebnisse der Tagung sind Teil der gemeinsamen Arbeit an einer Anthologie zum Kategorienprojekt, das die einschlägigen Arbeiten in einer Gesamtschau neu übersetzen und kommentieren wird.

 

“Practice, Effervescence and Rhythm: Technologies of Categorization and the Legacy of the Durkheim School”
Internationale Konferenz des a.r.t.e.s. Research Lab
11.–13. Mai 2017
Fritz Thyssen Stiftung, Apostelnkloster 13–15, 50672 Köln
Anmeldung: category-project(at)uni-koeln.de