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Aktuelle Lehrveranstaltungen im a.r.t.e.s.-Modul

 

Wintersemester 2017/18

Kolloquium: Kolloquium im a.r.t.e.s. Research Master-Programm: „Wissenschaftliche Kontroversen und aktuelle Forschungen“
Dozent: Jun.-Prof. Dr. Thiemo Breyer

Termin: Donnerstags, 12:00–13:30 Uhr
Raum: 3. A06 (Gebäude 210b, Aachener Str. 217, 3. OG rechts)

Das Kolloquium richtet sich an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des a.r.t.e.s Research Master-Moduls und ist insbesondere für diejenigen verpflichtend, die im WS 2017/18 einsteigen. Es bietet ein Diskussionsforum, um unterschiedliche disziplinäre Perspektiven und Interessen zu reflektieren und um Themen, Theorien und Methoden interdisziplinärer Forschung zu erschließen und einzuüben. Das Kolloquium wird vom a.r.t.e.s. Research Lab organisiert und bietet die Gelegenheit, die dort betriebenen Forschungen kennenzulernen und mit den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Gespräch zu kommen.

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Kolloquium: Materialwerkstatt: Masterkolloquium im a.r.t.e.s. Research Master-Programm
Dozenten: Jun.-Prof. Dr. Thiemo Breyer, Jun.-Prof. Martin Zillinger

Termin: Freitag, 10:00–18:00 Uhr, 19. Januar 2018 (Blockveranstaltung)
Raum: 3. A06 (Gebäude 210b, Aachener Str. 217, 3. OG rechts)

Die Materialwerkstatt gibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Research Master-Programms die Möglichkeit, die Themen ihrer Abschlussarbeiten in einem interdisziplinären Kontext vorzustellen und zu diskutieren.

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Seminar: Cologne Media Lectures "Anschließen-Ausschließen. Entnetzung, Hybridisierung, Übersetzung"
Dozent/in: Prof. Dr. Stefan Kramer, Léa Perraudin (M.A.)

Termine: 10.10.; 07.11.; 21.11.; 05.12.; 19.12.; 09.01.; 16.01.; 30.01.
Raum: 3. A06 (Gebäude 210b, Aachener Str. 217, 3. OG rechts)

Das Seminar dient der Vorbereitung der medienwissenschaftlichen Workshops und Vorträge, die dreimal pro Semester im Rahmen der «Cologne Media Lectures» (CML) stattfinden, und bietet Gelegenheit, sie zu besuchen. Dabei kann sowohl ein Nachweis aktiver Teilnahme erworben werden als auch nach vorheriger Absprache ein Leistungsnachweis.

Den gemeinsamen Schwerpunkt der Workshops und Vorträge bildet in diesem Semester das Thema «Anschließen-Ausschließen. Entnetzung, Hybridisierung, Übersetzung». Im Fokus des Seminars stehen interdisziplinäre Positionen zu Praktiken des Anschließens und des Ausschließens in der global standardisierten und zugleich regional wie lokal partikularisierten Welt. In globalisierten Netzwerken gilt Anschlussfähigkeit als wesentliche Voraussetzung von Teilhabe. Hierbei wird zu klären sein, inwiefern Anschlüsse immer zugleich Ausschlüsse implizieren bzw. voraussetzen, genauso wie die Praxis des Ausschließens zwangsläufig einhergeht mit begleitenden Anschlussentscheidungen. Als Gäste werden Georg Stanitzek (Literaturwissenschaft, Siegen), Monica Juneja (Global Art History, Heidelberg) und Hans-Peter Hoffmann (Sinologie/Übersetzungstheorie, Mainz) erwartet, mit denen die widersprüchlichen Phänomene der modernen und spätmodernen Welten diskutiert werden.

Das Seminar ist zweiwöchentlich in Form von Doppelsitzungen angelegt, drei dieser Doppelsitzungen finden in Form von Workshop und Vortrag der Gäste statt.

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Seminar: Aktuelle Forschungen zur Globalisierung
Dozent: Jun.-Prof. Dr. Martin Zillinger

14-tägig, 10:00–11:30 Uhr | Termine: 18. und 25. Oktober, 8. und 22. November, 6. Dezember, 10. und 17. Januar, 24. Januar.
Achtung, Zusatztermin: Für die Blocksitzung ist der 29. Januar, 09:00–18:00 Uhr, freizuhalten.
Raum: 0.B01 (Gebäude 210b, Aachener Str. 217, EG links)

In Zeiten einer zunehmenden Globalisierungs-Ernüchterung und angesichts eines nationalistischen und fundamentalistischen Aufschwungs wollen wir uns in diesem Seminar mit neueren Globalisierungsdebatten beschäftigen, in denen die weltweiten Handelsbeziehungen, Migrationsbewegungen und kulturellen Austauschprozesse theoretisiert und problematisiert werden. Dabei wollen wir uns besonders mit der Frage beschäftigen, wie und warum die globalen Ströme von Menschen, Ideen, Gütern, Standards und Geldmitteln auf der lokalen Ebene soziale, ökonomische und kulturelle Fragmentierung und Partikularisierung hervorbringen. Ein weiteres Augenmerk wird auf der methodischen und theoretischen Frage liegen, wie globale Entwicklungen angemessen verortet und erforscht werden können. Erwartet werden die Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit, regelmässige Mitarbeit und die Übernahme eines Impulsreferats.

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Seminar: „Raum und Räumlichkeit“
Dozenten: Jun.-Prof. Dr. Thiemo Breyer, Ralph Lange

Termin: Donnerstags, 14:00–15:30 Uhr
Raum: 0.B01 (Gebäude 210b, Aachener Str. 217, EG links)

Nachdem im Sommersemester 2017 den Research Mastern ein Seminar zu „Zeit und Zeitlichkeit“ angeboten wurde, sollen im kommenden Wintersemester die komplementären, und damit ebenfalls grundlegenden geisteswissenschaftlichen Phänomene „Raum und Räumlichkeit“ fortsetzend aufgenommen werden. Eine Teilnahme am vorausgehenden Seminar ist allerdings nicht erforderlich.
Der Themenkomplex von „Raum und Räumlichkeit“ ist nicht nur ein klassisches Problemfeld der Philosophie, sondern seit den letzten Jahrzehnten ein dynamisches Leitmotiv der Forschung unterschiedlicher geistes- und kulturwissenschaftlicher Fächer. Vor dem Hintergrund des „spatial turn“ strebt das Seminar einen interdisziplinären Dialog an, der sich durch das Aufeinandertreffen kanonischer Ressourcen mit aktuellen Ansätzen entfalten soll. In mehreren thematischen Feldern wird sich Annäherung an das Phänomen des Raums bewegen:

1. technikanthropologisches Feld: Ebenso wie das Phänomen der Zeit, ist der Raum ein objektiv messbares Phänomen. Menschen haben unterschiedliche Arten des Umgangs mit dem vorgefundenen und autonom oder heteronom hergestellten Raum entwickelt. Mit welchen Medien wird Raum markiert und bemessen und welche Medien bilden Raum ab?

2. phänomenologisches Feld: Raum ist subjektiv erlebbar und erlebt. Menschen nehmen je nach Prägung Räume (und die in ihnen herrschenden Atmosphären) verschieden war. Zeugnisse hiervon gibt es bereits bei den ionischen Naturphilosophen, den ersten Versuchen stadtstaatlicher Räumlichkeit und den einsetzenden ethnographischen Darstellungen der Welt. Individuelle und kollektive Expressivität durch Positionierung im Raum hat von der Antike bis heute einen breitgefächerten Niederschlag in philosophischen Auseinandersetzungen gefunden.

3. sozialtheoretisches Feld: Raum strukturiert und lokalisiert soziale Beziehungen – von kleineren ortsgebundenen Ereignissen zur Konstitution einer Ordnung als inklusiv und exklusiv ausgehandeltem Raum, der paritätisch oder hierarchisch konstruiert sein kann. In einem praxeologischen Schritt soll danach gefragt werden, wie sich kontinuierliche und diskontinuierliche Positionierungen in Räumen auf diese auswirken.

4. kulturtheoretisches Feld: Raumvorstellungen sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil von lebensweltlichen Wahrnehmungs- und Ordnungsstrukturen, sondern auch symbolischer Systeme. Durch beispielhaften Vergleich unterschiedlicher Kulturen lassen sich Vorstellungen und Verständnisse der räumlichen symbolischen Lokalisierung und Beschaffenheit sowie der holistischen Ausdehnung des Raumes erarbeiten und den jeweiligen Einfluss auf teleologische Lebensentwürfe und pragmatische Lebensgestaltungen aufdecken.

5. wissenschaftstheoretisches und hermeneutisches Feld: Auf einer Metaebene wird es für die interdisziplinäre Verständigung im Seminar wichtig sein, die Wirkungsgeschichte bestimmter Raumvorstellungen im Sinne der Fachtraditionen nachzuzeichnen und die eigenen hierdurch geprägten theoretischen und methodologischen Vorverständnisse mit Blick auf die Vielzahl von Modellen kritisch zu hinterfragen.

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