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Forschungsprojekt von Dr. Erik Norman Dzwiza-Ohlsen

Der okkasionelle Horizont der Lebenswelt: Sprachanalytische Untersuchungen zu Husserls »Erster Phänomenologie der Lebenswelt« (1900–1929)

Der Begriff der Lebenswelt wird in der husserlschen Phänomenologie üblicherweise im Spätwerk, und hier insbesondere im Kontext der Krisis-Schrift verortet. Diese Lesart ist legitim, übersieht jedoch die Entstehungsgeschichte dieses Schlüsselbegriffs der husserlschen Phänomenologie. Deswegen versucht das Projekt a) die Entstehungsgeschichte der Lebensweltphänomenologie zwischen 1900–1913 umfassend zu rekonstruieren, b) die Ideen II nach Manfred Sommer als »Erste Phänomenologie der Lebenswelt« zu interpretieren und c) Husserls Würdigung der Sprachlichkeit der Lebenswelt zwischen 1924–1929 abschließend herauszuarbeiten. Dabei dienen die sogenannten »okkasionellen Ausdrücke« – also Ausdrücke wie »ich«, »hier« oder »jetzt« – als Leitfaden der Arbeit, der von den Logischen Untersuchungen (1900/01) bis zur Formalen und transzendentalen Logik (1929) reicht. So gelangen wir mit Husserl zu einer Struktur, die jeder lebensweltlichen Erfahrung zu Grunde liegt: dem »okkasionellen Horizont«.