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Unser Konzept

Mit a.r.t.e.s. EUmanities möchte die a.r.t.e.s. Graduate School bis 2020 ein Konzept der Ausbildung von Promovierenden etablieren, das Early Stage Researcher (ESRs) dazu befähigt, ihr Potential für die Gestaltung der Zukunft Europas zu erkennen und aktiv zu ergreifen. In einer Zeit von immer schnellerem gesellschaftlichem und technischem Wandel und den damit einhergehenden globalen und transkulturellen Prozessen, die eine ständige Neudefinition von Begriffen wie Kultur, Leben, Natur und Klima mit sich bringen, wird eine exzellente Forschung und Reflexion durch die Geistes- und Kulturwissenschaften unentbehrlich. Vor dem Hintergrund wachsender Tendenzen zu vereinfachenden und sinnentstellenden Erklärungsmodellen benötigt Europa Absolventinnen und Absolventen aus dem Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften, die in der Lage sind, Wissensbestände umfassend zu kontextualisieren und auf die zugrundeliegenden komplexen und vielfach miteinander verwobenen Perspektiven hin zu befragen.

Zu diesem Zweck muss einer exzellenten Forschung in den Geistes- und Kulturwissenschaften daran gelegen sein, das jeweils neu entstandene Wissen über Geschichte, Identität, Künste, Kultur und Ethik an die Gesellschaft zurückzugeben und für die Lösung der drängenden Probleme der europäischen Gegenwart – wie Klimawandel, Migration, demographischer Wandel, Populismus oder ökonomische Instabilität – nutzbar zu machen. Durch die eingehende wissenschaftliche Analyse von Problemlagen in anthropologisch-ethischer Perspektive generieren die Geistes- und Kulturwissenschaften ein breiteres Verständnis auch komplexe Sachverhalte, welche die europäischen Gesellschaften in die Lage versetzen können, unerwartete Entwicklungen besser zu verstehen und den kontinuierlichen gesellschaftlichen Veränderungen Herausforderungen zu begegnen.

Im Rahmen von a.r.t.e.s. EUmanities werden die ESRs daher in besonderem Maße ermutigt, die gesellschaftliche Relevanz ihres Forschungsthemas zu reflektieren und darin geübt, komplexe und sensible Sachverhalte an eine interessierte Öffentlichkeit und unterschiedliche Zielgruppen zu vermitteln. Neben der Fähigkeit zur Präsentation in interdisziplinären und mehrsprachigen akademischen Kontexten soll insbesonders auch die intergenerationale und interkulturelle Vermittlung der Forschungsergebnisse an Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie ältere Mitbürger in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen erlernt werden (z. B. im Rahmen eigener an die Öffentlichkeit gerichteten Veranstaltungsformaten sowie in Museen und Medien). Auf diese Weise sollen sich die ESRs der öffentlichen Verantwortung der Geistes- und Kulturwissenschaften für die Herausbildung informierter, innovativer und reflektierender Gesellschaften in der Europäischen Union bewusst werden. Den Absolventinnen und Absolventen von a.r.t.e.s. EUmanities sollen vertiefte Kompetenzen zur Verfügung stehen, um Forschungsdiskussionen im weltweiten Kontext sowie gesellschaftliche Debatten im Rahmen von transnationalen demokratischen Institutionen zu leiten und zu lenken.

a.r.t.e.s. EUmanities has received funding from the European Union's Horizon 2020 research and innovation programme under the Marie Skłodowska-Curie grant agreement No 713600.

Details:
Call: H2020-MSCA-COFUND-2015 | Proposal: 713600 – artes EUmanities
CORDIS: http://cordis.europa.eu/project/rcn/203182_de.html