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Die Kölner Wissenschaftswoche 2016

a.r.t.e.s.-Juniorprofessor Dr. Martin Zillinger stellt seine Forschung im Allerweltshaus vor

von Simona Böckler und Alessa Hübner

Die Kölner Wissenschaftsrunde organisiert vom 09. bis 13. Mai 2016 die Veranstaltungsreihe „Wissenschaft in Kölner Häusern – Kölner wissen mehr“. In diesem Rahmen wird a.r.t.e.s.-Juniorprofessor Dr. Martin Zillinger am 12. Mai um 18:30 Uhr den Vortrag „Migration – Menschen in Bewegung“ im Allerweltshaus (Köln-Ehrenfeld) halten.

Der Ethnologe Martin Zillinger leitet die Gruppe der Postdoc-Nachwuchsforscherinnen und -forscher „Transformations of Life“ im a.r.t.e.s. Research Lab und forscht zu Migration und religiösen Erneuerungsbewegungen im euro-mediterranen Raum. Vor dem Hintergrund seiner langjährigen Feldforschungen in Zentral-Marokko, Brüssel und Paris nimmt Martin Zillinger einen Perspektivwechsel in der gegenwärtigen Migrationsdebatte vor, um die Herausforderungen für Migrierende und Sesshafte aus einer akteurszentrierten Perspektive neu zu bestimmen.

Die gegenwärtigen Flüchtlingsströme, die durch und aus dem Mittelmeerraum nach Europa kommen, stellen alle Migrationsformen der letzten Jahre in den Schatten. Das Mittelmeer wird zur tödlichen Grenzzone, in der nationalstaatliche und supranationale Akteure mit Banditen, Menschenschmugglern und Flüchtlingen um die Kontrolle von Passage- und Wegerechte konkurrieren. Hoffnungen, Ansprüche und Bedürfnisse der Menschen in Bewegung kollidieren mit bürokratischen Ansprüchen und der Ressourcenkontrolle von Staaten und sesshaften Menschen vor Ort. Im Zusammenhang mit Migration sind also nicht nur Menschen in Bewegung – ganze Gesellschaften werden in Bewegung gebracht und dabei werden Schwellen und Grenzen immer wieder neu eingerichtet, besetzt und überwunden. Martin Zillingers Beitrag für „Wissenschaft in Kölner Häusern“ thematisiert die Irritationen, mit denen nicht nur die Menschen vor Ort, sondern auch die Migrierenden und die wissenschaftlichen Beobachter konfrontiert sind, wenn gewohnte Kategorien der sozialen Verortung und Orientierung auf die Probe gestellt und bei der Bewegung durch den Raum neu erarbeiten werden müssen. Im Anschluss an den Vortrag wird es Raum zur Diskussion geben.

Der Vortrag wird im Allerweltshaus in Köln-Ehrenfeld stattfinden. Als interkulturelles Begegnungszentrum für Menschen – mit und ohne „Migrationshintergrund“ – eignet sich das Allerweltshaus optimal, um dort Migration zum Thema zu machen. Das Allerweltshaus fungiert nicht nur als offener Begegnungsort, sondern macht auch entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und bietet Unterstützungsmöglichkeiten für Migrantinnen und Migranten an. Unter www.koelner-wissenschaftsrunde.de können Sie sich für die Teilnahme am Vortrag von Martin Zillinger im Allerweltshaus und für weitere Veranstaltungen der Vortragsreihe anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Kölner Wissenschaftsrunde setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Kölner Hochschul- und Forschungseinrichtungen sowie der Stadt Köln und der Industrie- und Handelskammer zu Köln zusammen. Seit 2004 setzt sich die Runde für eine intensivere Vernetzung der Wissenschaftseinrichtungen untereinander wie auch der Wissenschaft mit der Wirtschaft ein. Indem die regionalen Wissenschafts- und Wirtschaftspotenziale sichtbar gemacht werden, soll Köln als Wissenschaftsstandort gestärkt werden. Die Wissenschaftswoche unter dem Titel „Wissenschaft in Kölner Häusern“ wird zum zweiten Mal von der Kölner Wissenschaftsrunde veranstaltet. Die Reihe richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt, denen Wissenschaft an außergewöhnlichen Orten vermittelt werden soll. Die Kölner Wissenschaftswoche zeichnet sich durch diesen besonderen Wissenschaft-Praxis-Bezug aus.