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Gute wissenschaftliche Praxis

Nicht erst seit den Plagiatsfällen der vergangenen Jahre wissen wir: Auch in der Forschung wird gelogen, gestohlen und betrogen. Nach der Aufdeckung des ersten großen Fälschungsskandals in Deutschland im Jahr 1997 hat die DFG Empfehlungen für „gute wissenschaftliche Praxis“ herausgegeben, deren Befolgung von allen Mitgliedern der Universitäten und Forschungseinrichtungen erwartet wird.

In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden die grundlegenden Regeln und Werte des verantwortlichen Umgangs mit Forschung in allen ihren Phasen kennen. Sie analysieren und reflektieren die Unterschiede und Grauzonen zwischen guter wissenschaftlicher Praxis, fragwürdiger Praxis und wissenschaftlichem Fehlverhalten. Sie lernen, wie Fehlverhalten erkannt und verhindert werden kann, wie es angesprochen werden sollte, und welchen Schaden es anrichten kann, wenn es auftritt oder gar vertuscht wird.

Die Teilnehmenden lernen, angemessene Lösungen für schwierige Situationen im Wissenschaftsprozess zu treffen und dementsprechend zu handeln. Sie werden ermutigt, mit Kollegen und den vorgesehenen Institutionen über Fehler und Probleme zu sprechen.

Dieser Kurs wird auf Deutsch angeboten.

Kursleitung: Dr. Michael Gommel

Dr. Michael Gommel hat Biologie mit Schwerpunkt Anthropologie studiert und über das Menschenbild in der Humanbiologie promoviert. Er hat eine Weiterbildung zum systemischen Coach und Prozessberater absolviert und das Baden-Württemberg Zertifikat über hochschuldidaktische Kompetenzen erworben.

Seit 1995 beschäftigt er sich in forschend und lehrend mit medizin- und wissenschaftsethischen Themen. Nachdem er 13 Jahre an der Universität Ulm gearbeitet hatte, machte er sich 2008 selbständig und ist seither vor allem als Organisationsberater und Dozent für „gute wissenschaftliche Praxis“ an über 30 Einrichtungen in Deutschland und im angrenzenden Ausland tätig.