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Aktuelle Lehrveranstaltungen im a.r.t.e.s.-Modul

 

Wintersemester 2018/19

Graduate Reading Group: Normalisieren und Pathologisieren

Dozenten: Jun.-Prof. Dr. Thiemo Breyer, Erik Norman Dzwiza
Termin: Donnerstags, 14:00–15.30 Uhr, Beginn: 18.10.2018
Raum: 0.B01 (bei a.r.t.e.s., Gebäude 210b, Aachener Str. 217, EG links)

Wie werden Vorstellungen darüber hergestellt, was normal ist und was nicht? In welchen gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Diskursen wird darüber verhandelt, was als Normalität gelten kann und soll? Und wie werden Phänomene, die nicht ins Raster des Normalen zu fallen scheinen, durch Pathologisierung ausgegrenzt und stigmatisiert?

Diesen Fragen widmet sich das Seminar aus philosophischer und interdisziplinärer Perspektive. Dabei kommen Klassiker der Wissenschaftstheorie und Diskursanalyse wie Canguilhem und Foucault ebenso zur Sprache wie phänomenologische (z.B. Husserl), psychopathologische (z.B. Jaspers), soziologische (z.B. Link) und gendertheoretische Ansätze (z.B. Butler). Nach der Erarbeitung theoretischer Grundlagen soll im zweiten Teil des Seminars der Blick darauf gelenkt werden, welche Verständnisse von Normalität und Anomalität in den Disziplinen anzutreffen sind, die im Seminar durch die Teilnehmer*innen vertreten werden.

Die Titelbegriffe haben darauf ab, dass, „das Normale“ und „das Pathologische“ keine feststehenden und objektiv beschreibbaren Sachverhalte sind, sondern je nach historischer Situation und epistemischem Zugriff unterschiedlich bestimmt werden. An der Herausbildung solcher relativ auf den soziokulturellen Kontext zu interpretierenden Normalitätsvorstellungen haben verschiedene Akteure mit je spezifischen Interessen Anteil. Dazu gehören Wissenschaftler und Laien ebenso wie Politiker und Wirtschaftsunternehmen. Ziel des Seminars ist es deshalb, für die Komplexität dieser Verflechtungen zu sensibilisieren. Anhand von konkreten Beispielen (wie der medizinischen Klassifikation von Krankheiten) soll nachvollzogen werden, wie sich die Grenzen zwischen normal und pathologisch immer wieder verschieben und wie sich bestimmte Konsense herausbilden.

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Materialwerkstatt: Masterkolloquium im a.r.t.e.s. Research Master Programm

Dozent: Jun.-Prof. Dr. Thiemo Breyer
Termin: Freitag, 25.01.2019, 09:00–18:00 Uhr
Raum: 3.A06 (bei a.r.t.e.s., Gebäude 210b, Aachener Str. 217, 3. OG rechts)

Die Materialwerkstatt gibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Research Master-Programms die Möglichkeit, die Themen ihrer Abschlussarbeiten in einem interdisziplinären Kontext vorzustellen und zu diskutieren.

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Interdisziplinäres Kolloquium im a.r.t.e.s. Research Master Programm

Dozent: Prof. Dr. Martin Zillinger
Termin: Dienstags, 08:00–09:30 Uhr, Beginn: 09.10.2018
Raum: 3.A06 (bei a.r.t.e.s., Gebäude 210b, Aachener Str. 217, 3. OG rechts)

Das Kolloquium richtet sich an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des a.r.t.e.s Research Master-Programms. Es bietet ein Diskussionsforum für Studierende und Promovierende der beteiligten Fächer, um ihre unterschiedlichen disziplinären Perspektiven und Interessen zu reflektieren und um Themen, Theorien und Methoden interdisziplinärer Forschung kennenzulernen und zu diskutieren. Das Kolloquium arbeitet in enger Verbindung mit den a.r.t.e.s research labs „Transformation of life/knowledge“ sowie NachwuchsforscherInnen der Fakultät und bietet die Gelegenheit, die dort betriebenen Forschungen kennenzulernen und mit den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.

Link zur Veranstaltung bei KLIPS