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Forschungsprojekt von Dr. Ulrich van Loyen

Neapels Totenkulte als Fundierung der Kategorien des (sozialen) Lebens

Das Forschungsprojekt reiht sich in den Zusammenhang einer größeren Forschung zur Herausbildung der Kategorien des Lebens (im Sinne Plessners und Diltheys: u. a. Zeitlichkeit, Person, Teil und Ganzes) in ihrer sozialen Hervorbringung. Zunächst habe ich im Rahmen eines Forschungsstipendiums rekonstruiert, wie der italienische Philosoph und Ethnologe Ernesto de Martino den durch Nietzsche und Rohde zum Grundbegriff der modernen Religionswissenschaft avancierten Begriff des Dionysischen empirisiert und durch Feldforschung im agrarischen Süditalien ihm zugeordnete Phänomene als rituelle Techniken zur gegenseitigen Hervorbringung von Individuum und Kollektiv identifiziert und analysiert hat. In einem zweiten Schritt wurde im Rahmen eines Rückkehrstipendiums untersucht, inwiefern sich de Martinos Theorien ekstatischer Zustände im Kontext einer süditalienischen Metropole anwenden lassen bzw. welcher Problematisierungen es bedarf. In einem dritten Schritt möchte ich diese Forschungen im a.r.t.e.s. Research Lab anhand eines weiteren neapolitanischen Kultes präzisieren und auf die Frage nach der Rolle der Ritualisierung des Todes und seiner Liminalität für die soziale Fundierung der Lebenskategorien und der in ihnen als „dynamische Größen“ (Plessner) angelegten Transformationen zuspitzen.