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Dissertationsprojekt von Julia Maxelon

Moscheebau in Europa seit 1960. Historiographie einer Bauaufgabe (Arbeitstitel)

Das Dissertationsprojekt „Moscheebau in Europa seit 1960. Historiographie einer Bauaufgabe“ beschäftigt sich mit der formalen, künstlerischen und historischen Verortung von modernen Moscheen in Europa. Neben der Analyse der Architekturen von zwölf ausgewählten Moscheebauten steht die Aufarbeitung ihrer Planungs-, Entwurfs- und Bauprozesse und ihre Einordnung in verschiedene ästhetische und konzeptuelle Bezugsrahmen. Durch die Positionierung der Moscheen innerhalb eines diskursiven Systems von modernen (Sakral-)Bauten in Europa werden sie nicht als statische Objekte ‚zwischen Tradition und Moderne‘, sondern als äußerst heterogene Ergebnisse komplexer Aushandlungsprozesse von Entscheidungsträger/inne/n begriffen. Ziel des Projekts ist eine Historiographie der Bauaufgabe ‚Moscheebau’ in Europa seit 1960 und die Herausstellung der unterschiedlichen architektonischen und stadtplanerischen Leitbilder, die zu ihrer spezifischen Ausprägung geführt haben.

 

Kurzbiographie

Julia Maxelon studierte Kunstgeschichte, Islamwissenschaft und Musikwissenschaft in Köln und Paris. Ihren Magister schloss sie mit einer Arbeit über „Die Bilal-Moschee in Aachen von Gernot Kramer, 1964–72“ ab. Zwischen 2013 bis 2016 legte sie als Kollegiatin im a.r.t.e.s. Integrated Track den Grundstein für ihr Dissertationsprojekt „Moscheebau in Europa seit 1960. Historiographie einer Bauaufgabe“ unter der Betreuung von Prof. Dr. Stefanie Lieb, Prof. Dr. Norbert Nußbaum (beide Kunsthistorisches Institut, Abt. Architekturgeschichte, Universität zu Köln) und Prof. Dr. Sabine Damir-Geilsdorf (Orientalisches Seminar, Universität zu Köln). Nach freiberuflichen Projekten im Musik- und Kulturmanagement und im Verlagswesen arbeitet sie zur Zeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Kommunikation an der a.r.t.e.s. Graduate School.

Kontakt: juliamaxelon(at)gmx.de

 

Publikationen

Die Bilal-Moschee in Aachen, Köln 2014 (hg. vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz).

30 Monde für die Königin des Himmels. Stefan Lochners "Muttergottes in der Rosenlaube", in: Ausst.kat. "Der Mond", Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud Köln, 26. März bis 16. August 2009, Ostfildern 2009.

 

Vorträge

"50 Jahre Bilal-Moschee – ein Teil deutscher Geschichte"
11. Dezember 2014: Vortrag im Rahmen der Feier zur 50jährigen Grundsteinlegung der Bilal-Moschee, Aachen

"'Leaving the Backyards Behind'. Modern European Mosque Architecture between Urban Participation, Delimination and Exclusion"
13. November 2014: Vortrag im Rahmen der Konferenz "Urban Minorities", Bauhaus-Universität Weimar, 13./14. November 2014

"'Dem Hinterhof entwachsen'. Der moderne europäische Moscheebau als Bauaufgabe zwischen Teilhabe, Abgrenzung und Ausgrenzung"
26. September 2014: Vortrag im Rahmen der Tagung "Ver/Ort/ung von Religion", Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES), Ruhr-Universität Bochum, 25.–27. September 2014

"Die IMSU und der Bau der Aachener Bilal-Moschee"
11. Juli 2014: Vortrag im Rahmen des 9. Interkulturellen Fastenbrechens der Internationalen Muslimischen Studenten-Union e. V. (IMSU) Aachen, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen

"Moscheebau in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Vergleich einer Bauaufgabe"
10. Juli 2014: Vortrag im Rahmen des Workshops "Vergleich in der Praxis", Zentrum für vergleichende Europäische Studien (ZEUS), Universität zu Köln

"'Ein Karawanserail, ein Stück heimatlich anmutenden Bodens'. Kulturtransfer im europäischen Moscheebau der 1960er-Jahre"
26. Setember 2013: Vortrag im Rahmen des 32. Deutscher Orientalistentags (DOT), Universität Münster, 23.–27. September 2013

"Die Bilal-Moschee in Aachen (1964–71) als Beispiel für Kulturtransfer im europäischen Moscheebau"
15. Juni 2013: Vortrag im Rahmen des 84. Kunsthistorischen Studierendenkongresses (KSK) 2013 in Zürich

 

Titelbild: Die Bilal-Moschee in Aachen, Ansicht des Originalbaus, um 1972 (Foto: Gernot Kramer. Abbildung mit freundlicher Genehmigung durch Misha Kramer, Paris) // Portraitfoto: Patric Fouad